Vorschau auf das Ski Classics Finale beim Reistadløpet und Summit 2 Senja - xc-ski.de Langlauf

Vorschau auf das Ski Classics Finale beim Reistadløpet und Summit 2 Senja

Victoria Carl (GER), Magni Smedas (NOR), Jenny Larsson (SWE), Anikken Gjerde Alnaes (NOR), Emilie Fleten (NOR), (l-r) © Reichert/NordicFocus

Zum finalen Wochenende der Ski Classics Saison XVI warten mit dem Reistadløpet sowie dem Summit 2 Senja noch einmal zwei große Herausforderungen. Während sich die Pro Team Athletinnen und Athleten hierbei noch um zahlreiche Entscheidungen im Kampf um die Wertungstrikots laufen, mischen im Kampf um die Tagessiege einige Langläuferinnen und Langläufer aus dem Weltcup mit.

Reistadløpet als härtestes Saisonrennen am Samstag

Astrid Oeyre Slind (NOR) - Ski Classics Reistadlopet (NOR) © Reichert/NordicFocus

Mit mehr als 100 Rennkilometern steht den Athletinnen und Athleten der Ski Classics Pro Tour ein anspruchsvolles letztes Wochenende der aktuellen Saison XVI bevor. Dabei sind die Distanzen beim Reistadløpet mit 46 Kilometern und beim Summit 2 Senja mit 60 Kilometern nicht einmal die größte Herausforderung. Mit deutlich über 1000 Höhenmetern an beiden Tagen gehören die beiden Rennen zu den härtesten der Serie. Insbesondere beim Reistadløpet am Samstag, mit Start um 10:00 Uhr, kommen die Doppelstockspezialistinnen und -spezialisten an ihre Grenzen. 1225 Höhenmeter sorgen dafür, dass auch in der Ski Classics Serie wieder viel in der klassischen Technik und nicht im reinen Doppelstock gelaufen wird. Johan Hoel gelang im vergangenen Winter zum ersten Mal das Kunststück, den Reistadløpet zwischen Setermoen und Bardufoss ohne Steigwachs zu gewinnen. Dabei setzte er sich unter anderem auch gegen Martin Løwstrøm Nyenget durch. Neben Nyenget laufen jedes Jahr einige Läuferinnen und Läufer aus dem Weltcup bei den Rennen in Nordnorwegen mit und fordern die Langdistanz-Elite. In diesem Jahr sind bereits die Starts von Astrid Øyre Slind sowie Ebba Andersson für die 46 Kilometer am Samstag bestätigt. Slind gewann die vergangenen zwei Austragungen, im Jahr davor stand Andersson auf dem Siegerpodest ganz oben.

Grande Finale Summit 2 Senja

Ski Classics Summit 2 Senja (NOR) © Manzoni/NordicFocus

Vom Zielort des Reistadløpet am Samstag geht es am Sonntag um 08:30 Uhr mit dem Grande Finale Summit 2 Senja weiter. Von Bardufoss geht es über 60 Kilometern bis nach Finnsness, wo die Saison XVI schließlich zu Ende geht. Mit 1357 Höhenmetern ist das Rennen dabei nicht ganz so anspruchsvoll wie der Reistadløpet, insbesondere aufgrund der Belastung des Vortages aber auch alles andere als leicht. Ein Großteil der Höhenmeter konzentriert sich hierbei zudem auf den letzten Anstieg und Iconic Climb Magdaskaret, wobei die Bergwertung am höchsten Punkt erst nach 55 gelaufenen Kilometern erreicht wird. Das Rennen wurde erst vor zwei Jahren zum ersten Mal ausgetragen, erfreute sich aber unter anderem aufgrund der spektakulären Landschaft Nordnorwegens sogleich großer Beliebtheit.

Wer gewinnt die Gesamtwertungen?

Anikken Gjerde Alnaes (NOR), Amund Hoel (NOR), (l-r) - Ski Classics Marcialonga - Bodo (NOR) © Reichert/NordicFocus

Trotz nur noch zwei ausstehender Rennen sind die Entscheidungen um die Siege in der Gesamtwertung sowohl bei den Damen als auch bei den Herren noch komplett offen. Anikken Gjerde Alnaes (Team Engcon) führt mit 81 Punkten vor Emilie Fleten (Team Ramudden). Mit je 300 Punkten für die Siegerin eines Rennens haben also beide noch alle Chancen auf Platz Eins. Stina Nilsson (Team Ragde Charge) hat mit 630 Punkten Rückstand auf Alnaes somit jedoch keine Chancen mehr auf den Sieg in der Gesamtwertung. Noch wesentlich enger geht es im Herrenfeld zu. Eigentlich stünde Max Novak (Team Aker Daehlie) mit solidem Vorsprung an der Spitze. Aufgrund zweier Disqualifikationen (Technikverstoß beim Grönklitt ITT und unsportliches Verhalten beim Birkebeinerrennet) liegt der Schwede aktuell nur an fünfter Position. Sein Rückstand auf den Führenden Amund Hoel (Team Engcon) beträgt jedoch auch nur 130 Punkte. Neben diesen beiden haben auch Hoels Teamkollegen Johan Tjelle und Ole Jørgen Bruvoll auf Position Zwei und Drei, ebenso wie Andreas Nygaard (Team Ragde Charge) als Viertplatzierter und Emil Persson (Lager 157 Ski Team) auf der sechsen Position realistische Chancen auf den Gesamtsieg. 

Zwei Iconic Climbs sorgen für Hochspannung um die Bergtrikots

Axel Jutterstroem (SWE), Emilie Fleten (NOR), (l-r) - Ski Classics Marcialonga - Bodo (NOR) © Reichert/NordicFocus

Die einzige bereits entschiedene Wertung ist die Sprintwertung bei den Damen. Anikken Gjerde Alnaes führt hier souverän mit 111 Punkten vor Silje Øyre Slind und in den verbleibenden zwei Sprints mit jeweils maximal 30 Punkten nicht mehr einzuholen. Anders sieht es bei den Männern aus, wo Vebjørn Moen (Team Eksjöhus) durch seinen Sturz beim Marcialonga Bodø etwas an Boden gegenüber Anton Persson (Team Ramudden) verloren hat. Mit 45 Punkten Vorsprung stehen die Chancen für Moen dennoch sehr gut. Durch die beiden Iconic Climbs Orta am Samstag sowie dem Magdaskaret am Sonntag, wobei es für die Erstplatzierten 45 anstatt 30 Punkte gibt, ist im Kampf um die Bergtrikots Spannung angesagt. Emilie Fleten liegt hierbei nur 20 Punkte vor Alnaes beziehungsweise 34 Punkte vor Nilsson, sodass alle drei Läuferinnen noch gute Chancen auf den Gewinn des Bergtrikots haben. Axel Jutterström (Team Eksjöhus) heißt seit dem vergangenen Wochenende der neue Träger des Bergtrikots. Er übernahm ebendieses von Johan Hoel (Team Ragde Charge), welcher mit nur elf Punkten Rückstand aussichtsreich an Position Zwei liegt. Auch Ole Jørgen Bruvoll sowie Oskar Kardin (Lager 157 Ski Team) haben mit je 40 Punkten Rückstand noch Chancen. Weitere Spannung ist auch in der Nachwuchswertung um das Pinke Trikot geboten. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren haben noch drei Läuferinnen beziehungsweise Läufer die Möglichkeit, diese Wertung zu gewinnen. Louise Lindström (Team Eksjöhus) führt vor Hanna Lodin (Team Engcon) und Karolina Hedenström (Lager 157 Ski Team). Währenddessen liegt Jeremy Royer (Team Eksjöhus) vor Amund Riege (Team Ramudden) sowie Alvar Myhlback (Lager 157 Ski Team).

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